WILLKOMMEN AUF UNSERER WEBSITE

KIRCHHEIM  LEBENSWERT

Im Stadtteilverein sind seit mehr als sechzig Jahren die Kirchheimer Vereine und Einzelpersonen zusammengschlossen, die ein Ziel verbindet: Den Heidelberger Stadtteil Kirchheim kulturell und gesellschaftlich in eine positive Zukunft zu führen.

Kirchheim, der flächengrößte Stadtteil der Universitätsstadt Heidelberg, kann auf eine mehr als 1250 Jahre alte Geschichte zurück blicken. Mehr als 50 Vereine, drei Schulen und die drei Kirchengemeinden bieten den Kirchheimer Bürgern ein breites Spektrum an Kulturellem, an sportlichen Aktivitäten und eine echte "Heimat" - auch für "Neigeplackte" (Zugezogene).

Machen Sie mit!

KONVERSION IN KIRCHHEIM OHNE KIRCHHEIM ?

Zum Jahresende 2019 wurden seitens der Stadtspitze und anderer Akteure  Pläne zur Weiterentwicklung des Patrick-Henry-Village (PHV) veröffentlicht – der so genannte "dynamische Masterplan PHV". Diese Pläne wurden ohne Rücksicht darauf entwickelt, dass diese Siedlung auf Kirchheimer Gemarkung liegt und in deren Umgebung Kirchheimerinnen und Kirchheimer leben. Die letzte öffentliche Veranstaltung zu diesem Thema fand 2017 im Hermann-Maas-Haus statt, wo sich viele Kirchheimer fremd im eigenen Stadtteil vorkamen.

Der Bezirksbeirat Kirchheim wird in seiner öffentlichen Sitzung am 10. März 2020 ab 18 Uhr  im Bürgerzentrum Kirchheim die Pläne der Stadt und der IBA (Internationale Bauaustellung) diskutieren. 

Es wird spannend sein zu erfahren, wie die vorgesehenen Schritte zur Entwicklung der Konversionsfläche PHV und die entsprechende Zeitplanung aussehen, welche konkreten Flächen über das eigentliche PHV hinaus in Anspruch genommen werden sollen, wie der ÖPNV rund um Kirchheim gestaltet werden soll und welche Rolle in diesem Prozess für den Stadtteil Kirchheim vorgesehen ist. 

Die Einbeziehung der Bevölkerung, des Bezirksbeirates sowie der Vereine Kirchheims, insbesondere des Stadtteilvereins, in die Entscheidungsfindung muss sichergestellt sein. Dabei sind auch besonders die Interessen der Bewohner der umliegenden, zu Kirchheim gehörenden Höfe und Siedlungen zu berücksichtigen.

Die Frage wird auch sein, wie "dynamisch" der Masterplan tatsächlich ist.

Entgegen vielfacher Äußerungen ist vom Gemeinderat der Stadt Heidelberg noch kein rechtlich wirksamer Planbeschluss gefasst!

KEIN FLÄCHENVERBRAUCH RUND UM PHV

Für die Entwicklung des Patrick-Henry-Village (PHV) will die Stadt Heidelberg zusätzlich ca. 18 Hektar fruchtbares Ackerland vernichten. Kirchheimer Landwirte laufen Sturm dagegen. Der Stadtteilverein Kirchheim fordert: Mit den Kirchheimern reden, nicht über sie!  Der Bezirksbeirat Kirchheim hat in seiner Sondersitzung am 6.2.2020 den Standort Gäuschlag für ein Ankunftszentrum abgelehnt.

News

  • Ist der Kerchemer Wind zu retten?
  • Kirchheimer gegen Flächenverbrauch für PHV
  • Konversion in Kirchheim ohne Kirchheim? Der Bezirksbeirat berät am 10.3.2020 über PHV.

LANDWIRTE WEHREN SICH

Am 6.12.2019 wurde der Masterplan für PHV veröffent-licht. Hier sollen 18 Hektar landwirtschaftlicher Flächen neu bebaut werden. Das entspricht einer Fläche von 25 Fußballfeldern.

Unversiegelte fruchtbare Böden sind die Grundlage für die Existenz von Pflanzen und Tieren, für die Erzeugung von Lebens-mitteln und die Rückführung des Niederschlagswassers ins Grundwasser. Anlässlich des Weltbodentags 2018 wurde im Dezmeber 2018 das Boden-schutzprojekt "Heidelberger Böden - Vielfalt auf Schritt und Tritt" vorgestellt. Experten erläuterten die außerordentliche Fruchtbarkeit der Böden am Unteren Neckar zwischen Heidel-berg und Mannheim, die zu den besten in Baden-Württemberg gehören.

Die Neubebauung und Versiege-lung fruchtbarster Ackerböden ist kein Merkmal einer nachhaltigen zukunftsorientierten Planung, sondern die Fortführung der Politik des Landschaftsver-brauchs und des Verbrauchs natürlicher Ressourcen wie in den zurückliegenden Jahrzehnten.

Mit dem Entzug von 18 Hektar landwirtschaftlicher Flächen beschneiden die vorliegenden Planungen die wirtschaftliche Existenzgrundlage unserer Haupterwerbs-Landwirte. Einige von ihnen produzieren auf diesen Flächen Lebensmittel, die sie in Hofläden verkaufen, darunter 2 Biobetriebe. Andere bauen hier unter Verzicht auf Pflanzen-schutzmittel „KraichgauKorn“ an. Was nützt eine Symbolpolitik wie die Erklärung des „Klimanot-stands“, wenn die konkrete Politik neue Flächenversiegelung vorsieht.

Die Landwirte fordern deshalb von den Gemeinderätinnen und Gemeinderäten der Stadt, sich gegen eine Neubebauung landwirtschaftlicher Flächen auszusprechen.