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KIRCHHEIM  LEBENSWERT

Im Stadtteilverein sind seit mehr als sechzig Jahren die Kirchheimer Vereine und Einzelpersonen zusammengschlossen, die ein Ziel verbindet: Den Heidelberger Stadtteil Kirchheim kulturell und gesellschaftlich in eine positive Zukunft zu führen.

Kirchheim, der flächengrößte Stadtteil der Universitätsstadt Heidelberg, kann auf eine mehr als 1250 Jahre alte Geschichte zurück blicken. Mehr als 60 Vereine, drei Schulen und die zwei Kirchengemeinden bieten den Kirchheimer Bürgern ein breites Spektrum an Kulturellem, an sportlichen Aktivitäten und eine echte "Heimat" - auch für "Neigeplackte" (Zugezogene).

Machen Sie mit!

Eine musikalische Hommage an Kirchheim mit Nicole Becker hören Sie hier.

HEIDELBERGER FRÜHLING IN KIRCHHEIM

re:start From Brahms to Nina Simone

Einen herrlichen und spannenden Konzertabend erlebten die Zuschauer im vollbesetzten Bürgerzentrum Kirchheim Anfang April. Im Rahmen des Heidelberger Frühling gastierte die französisch-britische Bratschistin Nina Tonji. Mit ihrem hervorragenden Ensemble spannte sie einen Bogen von Klassik bis Jazz, ausgesuchte Lieblingsstücke, die Gemeinsamkeiten haben, obwohl sie aus verschiedenen Genres und verschiedenen Epochen stammen.

Ergänzend erläuterte der junge Musiktheoretiker und Pianist Ruven Wegner die „gefühlte“ Verbindung aus musikwissenschaftlicher Sicht.

Vor allem die innige Soulstimme Tonjis, die man bei einer klassischen Bratschistin nicht erwartet, sorgte gegen Ende des Konzerts für Gänsehaut – und lange anhaltenden Applaus.

Das Konzert zeigte auch deutlich, dass das Bürgerzentrum Kirchheim – wie auch andere Orte in den „Randstadtteilen“ Heidelbergs – durchaus für hochklassige Musikveranstaltungen geeignet ist. Auch die anwesende Bürgermeisterin für Kultur, Bürgerservice und Kreativwirtschaft, Martina Pfister, zeigte sich hiervon überzeugt.

Ermöglicht wurde das Konzert durch den Fonds Stiftung Zukunftsmusik, der von zahlreichen Sponsoren unterstützt wird. 

SOMMERTAGSZUG

Bei schönem Frühlingswetter zogen die Kinder in diesem Jahr wieder wie gewohnt mit ihren bunten Stecken oder geschmückten Fahrrädern von den beiden Grundschulen über Kirchheim-West zum Kerweplatz. Dort sangen und spielten die Musikgruppen der beiden Schulen mit großer Freude unter der Leitung von Julia Vardigans, während die Jugendfeuerwehr dem „Winter“ in Form von Stroh mächtig rauchend den Garaus machte. Den Ausklang fand der Sommertagszug wie immer auf dem Frühlingsfest.

Der Dank des Stadtteilvereins gilt zuallererst den teilnehmenden Kindern, den begleitenden Lehrern, Erziehern, Eltern und Verwandten; außerdem dem Deutschen Roten Kreuz, der Freiwilligen Feuerwehr, dem IB, der Polizei und dem Spielmannszug der Feuerwehr Kirchheim für die Zugbegleitung. Ein herzlicher Dank geht auch an die den Musikgruppen der Kurpfalzschule und der Geschwister-Scholl-Schule sowie deren Schulleitungen (mit Unterstützung von Brigitte und Kai Albrecht sowie Julia Vardigans). Ein besonderer Dank gilt dem Sponsor des Sommertagszuges, der Physiotherapiepraxis Willi Treiber für die finanzielle Unterstützung sowie allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. 

200 JAHRE ALTES RATHAUS KIRCHHEIM

Der Bau unseres Rathauses war im Februar 1824 beendet, und das Gebäude war bis zur Eingemeindung in die Stadt Heidelberg am 1. April 1920 Sitz der Kirchheimer Gemeindeverwaltung.

Bevor mit dem Rathausbau begonnen werden konnte, musste der Bauplatz "mitten im Dorf", "an der Mayenpfütz" in einen "Wasserbehälter hinter dem Kirchhof, wo das Rohrbächlein vorbeifließt" entwässert werden. Dieser Wasserbehälter lag also unterhalb der evangelischen Petruskirche, zwischen der heutigen Oberen Seegasse und Unteren Seegasse, die beide damals noch nicht existierten. Die Gemeinde versprach, die entstandene Vertiefung aufzufüllen und das benötigte Bauholz aus dem Hegenichwald zur Verfügung zu stellen.

Schließlich legte im Jahr 1821 der Bezirksbaumeister Thierry, der ein Schüler des berühmten Architekten und Oberbaudirektors von Karlsruhe Friedrich Steinbrenner war, die ersten Pläne und Kostenvoranschläge vor. Die Grundsteinlegung fand am 13. März 1822 statt.

Der Bau des Rathauses dauerte bis zum 20. Februar 1824. An diesem Tag besichtigte die zuständige Behörde das Gebäude und stellte fest, dass es "in allen seinen Teilen vollkommen ausgeführt und meisterhaft hergestellt sei ...".

WEIHNACHTSMARKT 2023 

Bereits zum zweiten Mal hatte der Stadtteilverein die Planung des Weihnachtsmarktes am 9. Und 10. Dezember 2023 übernommen. Nach den Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr war der diesjährige Weihnachtsmarkt deutlich größer ausgefallen und großzügiger gestaltet worden. 

Die Bilanz ist gemischt: Der Regen am ersten Tag hatte viele vom Besuch des Marktes abgehalten. Am Sonntag war dann aber gerade am Abend der Weihnachtsmarkt seht gut besucht. Denjenigen, die sich aufgemacht hatten, gefiel es offensichtlich.

Kulinarisch war einiges geboten. Zur beliebten Bratwurst reihten sich leckerer Kartoffelpuffer, Raclette Käse auf Bauernbrot, Krustenbraten, Chili sin Carne, Schupfnudeln mit Sauerkraut, Eintopf und viele leckere Dinge mehr. Und natürlich durften Glühwein oder Kinderpunsch nicht fehlen. Außerdem gab es ein großes Angebot an kleinen Weihnachtsgeschenken. 

Besuchermagnet war wie in jedem Jahr der Nikolaus, der traditionell am Samstagabend für jedes Kind ein kleines Geschenk dabei hatte. 

Erstmals spieilte am Samstagabend die Band „Wood Vibe“ Acoustic Rock und Pop - zur großen Freude der Besucher, die trotz des Regens bis nach 22 Uhr ausharrten. Aber auch der Posaunenchor der Bonhoeffer-Gemeinde und die Peterssingers erfreuten an beiden Tagen ihr Publikum. 

Die kleinen Besucher konnten wettersicher im Bürgerzentrum mit Feuerwehr Bobbycars fahren oder sich in der Hüpfburg austoben, die allerdings später auf Grund eines technischen Defekts ausfiel.. Außerdem färbten viele Adventskerzen oder vergnügten sich im Bastelzelt oder in der Wurfbude.

Der Stadtteilverein dankt allen Standbetreibern (vor allem den Vereinen: Karnevalgesellschaft Polizei, Deutsches Rotes Kreuz, Freie Turner, HeidelBeat, Kirchheim Bewegt, Internationaler Bund, Sound Harmonists, Pfadfinder St. Georg)  - insbesondere aber der Feuerwehr Kirchheim, die mit ihrem Abteilungskommandanten Michael Fanous den Weihnachtsmarkt federführend organisiert hatte.

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